Richtiges Gießen

Sauerstoff und Nährstoffe sind unerlässliche Faktoren für einen erfolgreichen Grow. Beides gelangt über das Gießwasser zur Pflanze und in die Erde. Doch selbst beim Gießen sollten gewisse Dinge beachtet werden.

 

Die Wassertemperatur

So ist die Temperatur des Gießwassers bereits der erste Punkt, den es zu beachten gilt. Sie sollte zwischen 20 und 22 Grad Celsius betragen, denn ist das Wasser zu kalt bedeutet dies Stress für die Pflanze und ist vergleichbar mit kaltem Wasser, dass Ihr Euch bei Zimmertemperatur über die Füße gießt. Ist das Wasser zu kalt, kann das die Pflanze sogar nachhaltig schädigen.

Beträgt die Wassertemperatur über 25 Grad Celsius transportiert es zu wenig Sauerstoff zur Pflanze. Auch können sich Keime, Pilze, Bakterien, aber auch Schädlinge in warmer Umgebung besser vermehren. Dies kann sogar ab einer Temperatur von 22 Grad Celsius der Fall sein.

Ebenso essentiell wichtig ist beim Gießen der optimale pH-Wert. Dieser wird jedoch in einem anderen Artikel gesondert behandelt.

 

Die Wassermenge

Der nächste wichtige Punkt ist die Menge des Gießwassers. Grundsätzlich gilt hier, genauso wie beim Düngen, besser zu wenig als zu viel! Gießt man zu wenig lässt die Pflanze zwar die Blätter hängen, dies schädigt sie aber noch nicht. Allerdings ist das der späteste Zeitpunkt zu dem gegossen werden muss um sie nicht nachhaltig zu beeinträchtigen. Nach dem Gießen erholt sie sich schnell wieder und der Mangel ist behoben. Alle 2-3 Tage kann die Erde gerne auch mal richtig durchtrocknen. Das fördert übrigens in den früheren Phasen zusätzlich das Wurzelwachstum. Die versuchen dann nämlich auf der Suche nach Wasser möglichst schnell weit nach unten zu wachsen.

Die Erde sollte feucht sein, aber nicht nass! Der Schaden, der mit zu viel Wasser angerichtet werden kann ist ungleich größer. Die Pflanze braucht dann wesentlich länger um sich davon zu erholen. Auch benötigt es Zeit, bis die Erde wieder durchgetrocknet ist. Staunässe gilt es unbedingt zu vermeiden! Die Wurzeln können dann schnell faulen, was zur Folge hat, dass die Pflanze eingeht. Wir empfehlen aus diesem Grunde einen Boden aus Tongranulat in jeden Topf zu geben, in einem Verhältnis zur Erde von etwa 10-20%. Auf diese Weise kann das überschüssige Wasser besser abfließen und wird teilweise vom Blähton aufgenommen und gespeichert.

Auf Erde lässt sich mit einem einfachen Test herausfinden, ob gegossen werden muss. Sobald die oberste, ca. 2-3 cm starke, Erdschicht trocken ist, benötigt die Pflanze Nachschub. Eine exakte pauschale Menge lässt sich nicht ausmachen, da sie immer auch von der Topf- und Pflanzengöße abhängt. Je größer die Pflanze, desto mehr Wasser benötigt sie. Je kleiner der Topf, desto weniger Wasser kann er aufnehmen. Dabei sollte nicht unbedingt mehr als 20% der zugeführten Wassermenge unten aus dem Topf wieder herauslaufen. Auf keinen Fall sollte die Pflanze aber im herausgelaufenen Wasser stehen bleiben!

Die Wassermege lässt sich gut mit einem Messbecher ermitteln. Wird die Pflanze mit 100ml gegossen und ist am nächsten Tag um dieselbe Uhrzeit noch sehr feucht, sollte die Menge reduziert werden.

Es empfiehlt sich immer mit einem Aufsatz für die Gießkanne zu arbeiten, der das Wasser besser verteilt. So bilden sich weiniger Wasserkanäle durch die Erde und die Pflanze wird besser versorgt.

 

Besonders bei kleinen Pflanzen und/oder zu großen Töpfen besteht die Gefahr der Überwäserung. Eine noch junge Pflanze benötigt sehr wenig Wasser. Wird sie direkt in einen großen (bspw. 6 Liter) Topf gepflanzt, neigt man schnell dazu die gesamte Oberfläche der Erde zu befeuchten. Die Pflanze nimmt dann aber nur einen kleinen Teil der Wassermenge auf, da die Wurzeln noch nicht stark ausgebildet sind und nur einen kleinen Teil des Topfs erreichen können. Die restliche Erde braucht dann lange zum trocknen und die Pflanze bekommt leicht zu viel Wasser ab. Folglich sollte nur eine kleinere Menge um den Stamm der Pflanze gegossen werden.

Wird ausschließlich auf Tongranulat kultiviert sollte erst gegossen werden, sobald die oberste Schicht des Granulats trocken ist. Die Menge des Gießwassers kann hier pauschal mit in etwa einem Viertel des Topfvolumens beziffert werden. 


Growguide

Der Growguide wird laufend erweitert bis ein umfassendes Nachschlagewerk entstanden ist.

Zweck des Growguides ist es eine umfassende Beschreibung der grundlegenden Kenntnisse und Voraussetzungen zur Verfügung zu stellen und damit auch dem Anfänger einen leichten Einstieg ins Thema zu ermöglichen.

Die Verfügbarkeit von Hochdruck-Gasentladungslampen hat dazu beigetragen, dass sich die Kunst des Anbaus in Innenräumen über die ganze Welt ausgebreitet hat. Seit den 80er Jahren ist es nun jedermann möglich große Mengen qualitativ hochwertiger Pflanzen in den eigenen vier Wänden anzubauen. 

Dies stellt lediglich eine Berichterstattung über den aktuellen Stand des Innenanbaus dar und soll als Informationsquelle für all jene dienen, die mehr zu dem Thema in Erfahrung bringen möchten. Sämtliche Angaben machen wir nach bestem Wissen und Gewissen aufgrund von bewährten Techniken und Überlieferungen.

 

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